Vegane Yakitori – japanisches Streetfood

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Vegane Yakitori, eine traditionelles japanisches Streetfood. Aus dem Stadtbild Japans sind diese kleinen Stände mit Yakitori Grills kaum wegzudenken. Bei uns sind sie maximal etwas für den nächsten Besuch beim Sushi Dealer des Vertrauens. Aber jetzt könnt ihr euch diese tollen Spieße in vielen verschiedenen Varianten, da die Soße hier der absolute Star ist, nach Hause holen. Traditionell nicht vegan, bekommt ihr hier aber eine veganes Yakitori mit Seitan Chicken Rezept. Leckerer Seitan trifft auf wundervolle aromatische Yakitori Sauce, welche die besten Aromen aus dem Land der aufgehenden Sonne vereint. Gepaart wird das Ganze dann traditionell mit ein paar Frühlingszwiebeln. Wer sich weniger Arbeit machen möchte, kann auch einfach vegane Hackbällchen, Tofu Würfel, Pilze oder was euch sonst einfällt verwenden, eurer Koch-Freiheit sind hier keine Grenzen gesetzt.

vegane Yakitori

Veganuary meets Japanuary!

Nach dem veganen Dashi Grundrezept für japanische Brühe geht es heute mit diesen atemberaubenden veganen Yakitori Spießen in das Finale des #Japanuary 2022. Der zwar etwas in den Februar reinrutscht, aber wer kann sich schon über mehr leckere Rezepte beschweren? Begonnen Anfang Januar mit einer wundervollen Traditionell japanischen Teriyaki Sauce sowie einer etwas untraditionellen Teriyaki Sauce mit geröstetem Sesam und Ingwer. Dicht gefolgt von dem tollen mega einfachen Vegane Furikake – japanisches Reisgewürz, dass wirklich jeder einmal ausprobieren sollte. Furikake ist perfekt für Reis, ergänzt aber jede Menge Gerichte z.B. Panaden von Tofu, Pastagerichte, Frühstückbrot, veganes Tofurührei etc. Danach gab es mit den drei verschiedenen veganen Dashi Varianten die perfekte Grundlage für euer nächsten Ramen, die nächste Misosuppe oder was euch sonst einfällt. Das Ganze wird jetzt mit diese vegane Yakitori vollendet. Das Ganze hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin schon sehr gespannt auf 2023.

Yakitori Spieße

Yakitori, der japanische Streetfood Klassiker!

Die wohl erste schriftliche Erwähnung von Yakitori geht bis ins Jahr 1643 zurück. Dort wurde in einem Rezept beschrieben wie man das Fleisch von Vögeln aufspießt, grillt und mit einer Sojasauce und Sake Marinade würzt und das in einer Art Kochbuch festgehalten. Daher lag auch die Wortschöpfung Yakitori nicht fern. Diese setzt sich aus den japanischen Worten “Yaki” (gegrillt) und “Tori” (Geflügel/Vogel) zusammen was letztendlich übersetzt so viel bedeutet wie “gegrilltes Geflügel” bzw. “gegrillter Vogel”. Vielleicht fällt euch hier auch direkt der Zusammenhang zu Teriyaki auf, denn mit “Yaki” beschreibt man im Allgemeinen etwas Gegrilltes, siehe Yakitori, Teriyaki, Kushiyaki usw. Durch verschiedene Komplikationen brauchte es aber bis zur Meji-Zeit (1868 – 1912) bis die leckeren Spieße wirklich durchgestartet sind. Heutzutage sind Yakitori Grills an vielen Straßen oder auch in Bars in Japan zu finden und sind der perfekte kleine Snack für zwischendurch bzw. nebenbei.

vegane Hühnchenspieße

Aus was besteht Yakitori?

Traditionelle Yakitori bestehen, wie der Name schon vermuten lässt, hauptsächlich aus verschiedensten Geflügelvarianten, welche dann mit Frühlingszwiebeln zusammen aufgespießt und gegrillt werden. Dabei wird bei traditionellen Varianten meist eine nur gesalzene Variante und eine mit Yakitori Sauce Angeboten. Anders ist hier hingegen Kushiyaki, was letztendlich so der Überbegriff von Yakitori ist und so “alles was aufgespießt werden kann” bezeichnet. Der Name Kushiyaki setzt sich hier mal wieder aus dem bekannten Yaki (grillen / gegrillt) und Kushi (so werden die für Yakitori und co verwendeten Spieße genannt) zusammen. In Deutschland wird aber meist nur das Wort Yakitori anstelle von Kushiyaki für die verschiedensten Spieße verwendet z.B. Lachs-Yakitori auf Speisekarten. Ich bin hauptsächlich bei dem Namen Yakitori geblieben, da ich hier ja versuche eine vegane Variante mit Seitan Chicken anzubieten. Die anderen Kreationen mit Pilzen, Tofu, Sojamedallions etc würden dann wohl eher unter die Kategorie Kushiyaki fallen. Letztendlich macht das dem tollen Geschmack aber keinen Abbruch.

vegane Yakitori

Who ya gonna call? for the Hearts Kitchen!

Neben dem Japanuary, gab es zum Beispiel auch schon ein Jahr lang eine Pizza of the Week auf diesem Blog! Ihr findet hier in der for the Hearts Kitchen also mittlerweile 61 Rezepte im Pizza-Archive die in irgendeiner Form mit Pizza zu tun haben darunter zum Beispiel die leckere White Pizza mit mariniertem grünem Spargel, Cashew Mascarpone, Ofen gerösteten Sriracha Kichererbsen und Artischocken oder auch die Spicy Sriracha Kichererbsen Pizza mit Koriander-Pesto, Paprikastreifen, Kürbiswurst und roten Zwiebeln oder auch die Pizza alla Genovese mit Basilikum-Pesto, Babyspinat, Bruschetta-Tomaten und veganem Parmesan. Neben Pizza findet ihr hier aber auch jede Menge tolle andere Rezepte wie zum Beispiel die Death by Chocolate Käsekuchen Schoko Bombe oder auch dem WTF Seitan Beef oder auch dem Indisches Spinat-Linsen-Dal mit Minzjoghurt. Es sollte auf jeden Fall für jeden ein passende Rezept dabei sein, also schaut euch unbedingt einmal um! 🙂

Yakitori ein japanischer Streetfood klassiker

Kein Bock auf Seitan?

Dann verwendet einfach Pilze, die ihr nach und nach mit den Frühlingszwiebeln aufspießt. Super lecker sind auch vegane Hackbällchen, Tofuwürfel oder auch Sojamedallions, welche den Seitan hier ersetzen können. Wirklich richtig atemberaubend sind auch einfache Zwiebelscheiben, die dann aufgespießt, dann gegrillt / gebacken oder gebraten und dann mit der Yakitori Sauce eingepinselt werden. Glaubt mir, ihr solltet euch diese Vielfalt nicht entgehen lassen. Eurer Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt und ihr könnt wirklich alles ausprobieren, was ihr möchtet.

Also auf was wartet ihr jetzt noch? Lasst euch diese tollen veganen Yakitori auf keinen Fall entgehen! 🙂
Bis dahin “stay hungry!”

PS: Wenn euch wirklich gefällt, was bisher in der Herzküche alles passiert ist, ihr unbedingt weitere Rezepte sehen wollt und mich dabei unterstützen möchtet, schaut einmal auf der for the Hearts Kitchen Supportseite vorbei, denn mit jeder Kleinigkeit wird geholfen, dieses Projekt voranzubringen. 🙂

 

Rezept

Ergibt circa 8-10 Yakitori Seitan Chicken Spieße

Zubereitungszeit mit Seitanzubereitung 1-2 Stunden, ohne Seitan und stattdessen mit Pilzen, Tofu etc. ungefähr 30 Minuten

Yakitori Sauce:

Veganes Seitan Chicken

Trockene Zutaten:

  • 250 g Seitan*
  • 75 g Erbsenprotein
  • 25 g Hefeflocken*
  • 1 TL Selleriesalz
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1/2 TL getr. Oregano
  • 1/2 TL getr. Thymian

Flüssige Zutaten:

  • 350 ml Gemüsefont oder auch vegane Hühnerbrühe
  • 3 EL neutrales Öl
  • 1 EL helle Misopaste
  • 1 EL Apfelessig

Zusätzlich:

  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Holzspieße
  • Sesam zum Garnieren

Zubereitung Yakitori Sauce:

  1. Zuerst, Frühlingszwiebeln in grobe Stücke schneiden, Ingwer in Scheiben schneiden sowie den Knoblauch platt drücken.
  2. Dies nun mit allen weiteren Zutaten der Sauce in einen Topf geben, aufkochen und für 25 Minuten bei unterer bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
  3. Zum Abschluss, die Sauce durch ein Sieb filtern und abkühlen lassen.

Zubereitung der Yakitori:

  1. Am Anfang, Frühlingszwiebeln in etwa 2-3 cm große Stücke schneiden und nach und nach Seitanstücke (oder Tofuwürfel, Pilze, eingeweichte Sojamedallions, Zwiebelscheiben oder was euch sonst einfällt) und Frühlingszwiebelstücke im Wechsel auf die Spieße geben.
  2. Die Spieße entweder auf den Grill, Ofen (180 Grad etwa 15 Minuten) oder in die Pfanne geben und während der Zubereitung diese nach und nach immer mal wieder mit etwas Yakitori Sauce einpinseln bis sie fertig sind.
  3. Zum Abschluss, bei Bedarf die Spieße mit etwas Sesam sowie geschnittenen Frühlingszwiebeln garnieren und servieren.

Zubereitung des Seitan Chickens:

  1. Zu Beginn, alle trockenen sowie alle flüssigen Zutaten in zwei getrennte Schüsseln geben und beides gut vermischen.
  2. Im Anschluss, Die trocknen Zutaten zu den flüssigen geben und alles mit den Händen, einem Mixer oder Handrührgerät gut verkneten.
  3. Jetzt den vorbereiteten Seitan in Würfel schneiden und in einen Dampfkorb geben.
  4. Nun, einen Topf mit Wasser aufkochen, den Dampfkorb darüber geben und den Seitan bei mittlerer Hitze für 20-25 Minuten dämpfen.
  5. Zum Schluss, die Körbe vom Herd nehmen und den Seitan komplett abkühlen lassen
Tipp:
- Ich empfehle euch eine salzreduzierte Sojasauce zu verwenden, da es sonst passieren könnte das die Yakitori Sauce zu salzig wird
- Wenn ihr die Yakitori grillt, solltet ihr, wenn ihr Holzspieße verwendet diese vorher mindestens 30 Minuten in Wasser einweichen, da diese sonst auf dem Grill zu schnell verbrennen könnten
- Anstelle des Seitan passen auch mega gut eingeweichte Sojamedallions, ganze Pilze, Tofuwürfel oder was euch sonst einfällt. Mega lecker sind auch einfach Zwiebelscheiben die mit der Yakitori Sauce bepinselt werden. Euch sind auf jeden Fall keine Grenzen gesetzt

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