Masters of the Bolosauce (Bestes veganes Ragù alla Bolognese)

Heute mal ein einfaches Rezept für fruchtig tomatiges, mega leckeres veganes Ragù alla Bolognese oder auch unter Spaghetti Bolognese bei uns bekannt. Bitte beachtet dieses Rezept nicht, wenn ihr nicht mit dem Kopf in der Schüssel hängen wollt um die letzten Soßenreste zu ergattern. 😀

Ja ich weiß, dieses Rezept braucht etwas Zeit, gerade auch durch die zusätzliche Vorbereitung der im Ofen gerösteten Tomatensoße, aber ich würde es nicht für euch runterschreiben und selbst im Titel erwähnen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass ihr hier eine der besten Bolognesesoßen bekommen könnt. Der Aufwand lohnt sich einfach sehr, denn er katapultiert die Bolo von einem bodenständigen „Sehr Gut“ zu einem „Hervorragend“ in die Stratosphäre.

Da ich natürlich auch nicht für jedes Gericht extra die Ofen geröstete Tomatensoße zubereite, koche ich meist direkt eine größere Menge die ich dann in Einmachgläsern lagere und bei Bedarf nutze. Vor allem auch, wenn es dann mal schnell gehen muss, ist die vorbereitete Tomatensoße der absolute Hammer, schnell ein paar Nudeln gekocht, Soße erwärmt und schon landet alles mit etwas veganem Parmesan auf dem Teller. Besser kann man, auch wenn man keine Zeit hat, fast nicht essen. Denn es ist alles frisch und man weiß, was drinnen steckt.

Ragù alla Bolognese bezeichnet üblicherweise eine vorwiegend mit Pasta servierte Fleischsauce, die ihren Ursprung im norditalienischen Bologna hat. Weltweit ist sie eher unter dem Namen Spaghetti Bolognese bekannt, obwohl sie in Bologna eher zu Tagliatelle gereicht wird, erobert sie schon seit vielen Jahren die deutschen Teller. Ich kann mich wirklich noch gut daran erinnern, dass es etwas ganz besonderes bei uns in der Familie war, als wir zum ersten mal Bolognese gegessen haben, da es wirklich anfangs nicht so üblich war, damals außerhalb deutscher Hausmannskost zu kochen.

Die Bolognese ist auf jeden Fall komplett Party erprobt und hat bisher jeden total überzeugt, egal ob vegan oder nicht. So sehr, dass es wirklich nicht nur einmal vorgekommen ist, dass ich zusehen musste, wie die letzten Soßenreste aus dem Topf gekratzt werden und ich kaum etwas abbekommen habe. Also ab in die Küche mit euch, denn ihr solltet diese wundervoll fruchtig tomatige vegane Bolognese komibiniert mit Nudeln und dem leckeren käsigen selbst gemachten Parmesan auf keinen Fall verpassen.

Oder worauf wartet ihr noch? Ladet doch einfach eure Freunde ein, für die nächste Bolo-Party, kocht zusammen, habt Spass und vor allem: Genießt das verdammt gute Essen.

Bis dahin „stay hungry!“

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Das Rezept ergibt circa 4 – 6 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 120 Minuten (+ Ofen geröstete Tomatensoße [TIPPS beachten!])

Zutaten:

  • 400 ml Gemüsefond
  • 300 ml Ofen geröstete Tomatensoße (Rezept hier)
  • 200 ml veganer Rotwein
  • 1 Dose Pizzatomaten (350 – 400 g)
  • 100 – 150 g Knollensellerie in Würfel geschnitten
  • 100 g Soja Granulat* oder mehr
  • 2 – 3 Karotten in Würfel geschnitten
  • 2 mittelgroße Rote Zwiebeln in Würfel geschnitten
  • 1 rote Peperoni klein gehackt
  • 3 – 4 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 2 Zweige frischer Thymian
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasauce*
  • 1 EL Karamell* (Agavendicksaft* oder 1 – 2 TL brauner Zucker)
  • 1 TL Meersalz*
  • 1 TL grober Schwarzer Pfeffer*

Zum Servieren:

  • Veganer Parmesan (Rezept hier)

Zubereitung:

  1. Zuallererst, die Karotten, den Knollensellerie sowie die roten Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden und beiseitelegen. Danach Knoblauch schälen und kleinhacken sowie Peperoni von den Kernen befreien und auch kleinhacken.
  2. Die 2 EL Olivenöl jetzt im Topf erhitzen. Karotten, Sellerie sowie Zwiebeln hinzugeben und unter ständigem Rühren gut anbräunen für ein paar Minuten. Wenn das Gemüse eine schöne Farbe erhalten hat, die Peperoni und den Knoblauch hinzugeben, gut verrühren und ganz kurz mit anbraten. Nun das Gemüse etwas an die Seiten schieben, so dass in der Mitte des Topfes etwas Platz ist. Hier nun das Tomatenmark platzieren, wirklich nur ganz kurz anbraten damit es Röstaromen bekommt. Danach das Tomatenmark mit dem Gemüse vermischen und mit dem Rotwein ablöschen.
  3. Den Rotwein nun etwas reduzieren lassen und mit dem Gemüsefond, den im Ofen gerösteten Tomaten sowie den Pizzatomaten aufschütten.
  4. Die Soße aufkochen, Salz, Pfeffer, Sojasauce, Karamell, frischen Thymian sowie Soja Granulat unterrühren und für knapp 1 Minute kochen lassen.
  5. Danach den Herd auf unterste Hitze runter schalten, die Bolognese für circa 90 Minuten weiter köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
  6. Zum Schluss, Bolognese eventuell noch etwas mit Salz und Pfeffer abschmecken, Nudeln nach Wahl zubereiten und alles gemeinsam mit dem veganen Parmesan servieren. – Buon appetito
TIPP:
- Achtet darauf, dass das Tomatenmark nicht anbrennt, sonst kann es die ganze Bolognese vermiesen
- Die Bolognese schmeckt noch besser, wenn sie 1 - 2 Tage ziehen konnte
- Da jeder Herd etwas anders ist, kann es sein das beim letztendlichen Einkochen der Bolognese die Flüssigkeit bei euch schneller reduziert. Sollte das passieren, gebt einfach etwas zusätzlichen Gemüsefont oder etwas Wasser hinzu
- Während ihr die im Ofen gerösteten Tomaten zubereitet, kann auch alles andere schon vorbereitet werden und die Ofen geröstete Tomatensoße auch erst beim einköcheln noch hinzugegeben werden
- Die im Ofen gerösteten Tomaten können auch durch eine weitere Dose Pizzatomaten ersetzt werden, wird natürlich immer noch sehr gut aber wie oben schon beschrieben, lohnt sich der Mehraufwand einfach deutlich

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2 comments / Add your comment below

  1. Danke für das Rezept, muss ich ausprobieren. Bald ist Gartenparty und da kann man das dann auftischen.
    Jedoch stehe ich absolut nicht auf Sojagranulat. Hast du es mal mit normalem, zerbröstelten Tofu gemacht?

    1. Hey Nico, persönlich mag ich keinen Tofu in der Bolognese, da ich finde das er einfach zu weich wird beim längeren kochen. Aber wenn Du das machen möchtest, sollte das kein Problem sein. Ich würde die Tofubrösel noch vor dem Gemüse scharf anbraten, wieder aus dem Topf holen, dann die Tomatensoße wie beschrieben zubereiten und am Ende anstelle des Granulats wieder in die Soße geben. Aber wie gesagt, mein absoluter Favorit ist das trockene Soja Granulat bei allem was ich ausprobiert habe.
      Grüße
      Christian

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